BAUGEWERBLICHE VERBÄNDE
 


Checklisten erleichtern die Nachwuchssuche

Geeignete Lehrlinge zu finden ist für viele Baubetriebe ein hartes Stück Arbeit. Viele Lehrstellen bleiben sogar unbesetzt. Als Unterstützung haben die Baugewerblichen Verbände (BGV) zwölf Checklisten erarbeitet, die das jeweilige Thema Schritt für Schritt abhandeln. Die Palette reicht vom Praktikum bis zur Karriereseite im Internet, vom Bewerbungsgespräch bis zu Schulkooperationen. Eingetragen werden kann, wer zuständig ist, wer unterstützt, bis wann eine Aufgabe erledigt werden soll, was dafür an Geld und anderen Hilfsmitteln benötigt wird und ob eine kontinuierliche Nacharbeit erforderlich oder sinnvoll ist. Die Listen sind im Rahmen des vom Land geförderten Projekts „Innovationscluster Handwerk NRW“ (ICH) erstellt worden. Zu seinen Aufgaben zählt es, den kleinen und mittelständischen Unternehmen Tipps und Hilfestellungen bei der Nachwuchsgewinnung und -sicherung zu geben.
Hintergrund für die Checklisten ist die Tatsache, dass man heutzutage bei der Nachwuchsansprache und -suche für viel früher und umfassender aktiv werden muss. Im Grunde geht es schon mit Kontakten zu den Kindergärten los. Wenn man dann viele Kanäle bedient und sich gut darstellt, stehen die Chancen nicht schlecht, interessante und interessierte Jugendliche kennen zu lernen. An denen muss man bis zum Abschluss des Lehrvertrags dran bleiben, denn die Konkurrenz um guten Nachwuchs ist groß. Gehen Sie deswegen strategisch, langfristig und phantasievoll vor - und nutzen Sie unsere zwölf Checklisten.

Für den ersten Einblick haben wir Ihnen die Listen hier zusammengefasst: https://www.yumpu.com/xx/document/view/59390216/checklisten-gesamt . Blättern Sie also durch und prüfen Sie unser Angebot. Den "Download"-Button brauchen Sie dort nicht drücken, denn Sie können hier jede einzelne Checkliste zum Ausfüllen herunterladen.




Karriereseite im Internet

Eine „Karrierseseite“ als eigene Präsentation des Unternehmens im Internet oder als (hervorgehobener) Teil des allgemeinen Firmenauftritts im web ist heute wohl die wichtigste Maßnahme beim Azubimarketing. Junge Leute sind eben „digital natives“, das heißt sie sind permanent im Internet und in den Sozialen Medien online. Deswegen sind dies sehr gut geeignete Kanäle, um sie anzusprechen, zu informieren und zu umwerben.





Facebook-Auftritt

Jugendliche sind heute quasi rund um die Uhr in Sozialen Medien online. Sie tauschen sich mit Gleichgesinnten aus, suchen Unterhaltung, informieren sich aber durchaus auch dort. Deswegen sollten Unternehmen in den Sozialen Medien präsent sein. Sie können so auf sich aufmerksam machen und Interesse wecken – nicht zuletzt an einer Ausbildung in Ihrem Betrieb.





Stellenanzeigen

Auch wenn im Leben von Jugendlichen heutzutage alles im Internet zu geschehen scheint: Bei der Berufswahl haben die „guten alten“ Stellenanzeigen in Zeitungen und Anzeigenblättern noch immer ihren Stellenwert. Wer also für seinen Bau- oder Ausbaubetrieb einen Lehrling sucht, sollte auch dieses Instrument einsetzen.




Schulkooperationen

„Das Handwerk“ oder „der Bau“ sind in Schulen leider kaum ein Thema. Vor allem werden die vielfältigen Bau- und Ausbauberufe von den Lehrern so gut wie nie mit positivem Grundton als Ausbildungsgang und als Zukunftschance dargestellt. Dieses Defizit können Sie ausgleichen, wenn Sie eine Kooperation mit einer Schule oder zumindest mit einer Klasse(nstufe) eingehen oder eine Patenschaft übernehmen.




Tage der Berufsfelderkundung

Nordrhein-Westfalen hat auf Drängen der Wirtschaft die Tage der Berufsfelderkundung eingeführt, um Schülerinnen und Schülern aus allen Schultypen ein erstes „Hineinschnuppern“ in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Die zumeist 13- bis 14-jährigen sollen an drei Tagen unterschiedliche Berufe und den Alltag dort erkunden. Das ist eine gute Möglichkeit, bei ihnen Interesse für Ihren Betrieb und die Ausbildung zu wecken.




Betriebsbesichtigung/ Tag der offenen Tür

Wie der Berufsalltag des Nachbarn oder des Kumpels aus dem Sportverein aussieht, ist den meisten von uns unbekannt. Noch viel weniger Ahnung haben junge Leute davon, was "am Bau" zu tun ist. Genau dies ist die Lücke, in die Sie mit einer Betriebsbesichtigung oder einem Tag der offenen Tür stoßen können, um im Rennen um guten Nachwuchs zu punkten.





Ausbildungsmessen/ Speed-Dating

Der Lehrstellenmarkt ist zum Bewerbermarkt geworden, auf dem die Unternehmen sich den jungen Leuten anbieten müssen. Das wird am Instrument der Ausbildungsmessen überdeutlich. Bau- und Ausbaufirmen sollten es intensiv nutzen. Dort wird oft auch das Speed-Dating zwischen Nachwuchskräften und Betrieben angeboten: Für fünf, sieben oder zehn Minuten "beschnuppern" sich beide.




Praktikum

Für beide Seiten – also für junge Menschen ebenso wie für die Betriebe – ist ein Praktikum eine ideale Gelegenheit, sich kennen zu lernen. Der Betrieb kann relativ unverbindlich die Talente des Bewerbers, sein Interesse und Verhalten sowie seine Einstellung zur Arbeit abchecken. Vor diesem Hintergrund sollten sich noch mehr Bau- und Ausbaufirmen zu solchen Praktika entschließen. Der Aufwand ist nicht zu verkennen, wird jedoch durch eine gute Vorbereitung abgemildert. Basisziel muss sein, den Betrieb interessant und attraktiv zu präsentieren.





Bewerbungsgespräch

Ein Jugendlicher, der sich bei Ihnen bewirbt, gibt Ihnen einen Vertrauensvorschuss. Er verdeutlicht Ihnen, dass er Ihr Unternehmen auswählen möchte, um auf dem Weg in einen Beruf angeleitet und unterstützt zu werden. Das sollten Sie im Hinterkopf haben, wenn es auf ein Bewerbungsgespräch für ein Praktikum oder eine Ausbildung zugeht. Bereiten Sie deswegen eine angenehme Atmosphäre vor und zeigen Sie sich und Ihr Unternehmen von der besten Seite




Ausbildungsbotschafter

Wer findet zu Jugendlichen besser „einen Draht“ und gewinnt schneller ihr Vertrauen als ein ebenfalls junger Mensch? Diese Erfahrung hat zur Benennung von Ausbildungsbotschaftern geführt: Auszubildende aus den höheren Lehrjahren oder andere junge Mitarbeiter werben für ihren Beruf – und möglichst auch für Ihr Unternehmen.





Der erste Tag

Mit dem Start in die Ausbildung beginnt für einen jungen Menschen ein ganz neuer Abschnitt, der berühmt-berüchtigte „Ernst des Lebens“: Aus der Schonumgebung Schule geht es heraus in die Wirtschaft, wo deutlich andere Bedingungen herrschen. Das kann Angste machen. Deswegen sollten Sie die ersten Tage für Ihren neuen Auszubildenden so gestalten, dass ihm der Übergang möglichst leicht fällt.





Werte/ Unternehmenskultur

Viele junge Leute wollen heute nicht einfach "nur" arbeiten, um Geld zu verdienen und sich etwas leisten zu können. Sie suchen auch eine befriedigende, sinnvolle Arbeit. Diesem Bedürfnis können Sie nachkommen, indem Sie Ihr Unternehmen werteorientiert ausrichten - zusammen mit Ihrem Team.

 

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